An dieser Stelle möchte ich doch etwas persönlicher werden und allgemein auf das “Du” umschwenken, da dies auch mich mehr betrifft als alle anderen Infos dieser Website.

Hier gibt es nun ein paar Infos über mein F.Ris.B(ee) - Projekt; - das Musik-Projekt, das mir schon seit über 15 Jahren am Herzen liegt. Eigentlich heißt es inzwischen “Lex Rock feat. F.Ris.B(ee) 2001”. Wie ich auf den Namen “Lex Rock” gekommen bin? Ganz einfach: Nehmt von ALex BRock mal den jeweils ersten Buchstaben weg. ;-)

So, nun will ich Euch aber nicht mehr länger auf die Folter spannen und endlich mit der Sprache rausrücken. Angefangen hat alles mit einer Bontempi Gebläseorgel Weihnachten 1981. Nicht, was schon wieder einige Schmutzfinke denken mögen (Stichwort: Flötenschlumpf!). Stellt Euch vor, Ihr krallt Euch Mamis Ventilator, Schwesterchens Blockflöte und klebt die Löcher mit Kartonstreifen und Tesafilm so zu, daß man die Streifen als Tasten bewegen kann. Der Effekt dürfte ungefähr dem entsprechen, was dieses Keyboard damals zu bieten hatte: mehr “hui” und “pffff” als Klang. Das Spielen auf diesem Gerät brachte ich mir größtenteils selbst bei, mit etwas Hilfe von unserer Nachbarin, die meines Wissens und Empfindens nach gut Klavier spielen konnte.

Schon bald hatte ich meine ersten Auftritte zu Weihnachtsfeiern in der Schule (fragt mich bitte nicht, wie ich dazu gekommen bin, ich weiß es selbst nicht mehr), die eher kläglich als wirklich gut ausfielen. Vor allem sollte man Duetts bzw. Synchronspielen vermeiden, wenn man sich nicht einhundertprozentig vorher abgesprochen hat. Gelinde gesagt, man hat die Lacher auf seiner Seite...

Daß dieses Gerät irgendwann nicht mehr ausreichte, wird hoffentlich jeder nachvollziehen können. Besonders dann, wenn man sieht und umso stärker hört, daß sich die Abdichtungen an den Austrittslöchern immer mehr auflösten und fast nur noch “pffffff” aus dem Kasten erklang. Auch verzweifelte Abdichtungsversuche mit Schaumstoff, Papier und Tesafilm scheiterten letztendlich. Es mußte etwas Neues her. Natürlich auch wieder von Bontempi - Kann es sein, daß die früher Marktführer für den Kindermusikmarkt waren??? Ich möchte fast behaupten, daß rund 80% aller Heimorgeln, die ich bei Bekannten vorgefunden habe von Bontempi stammten.

Das neue Keyboard war diesmal voll elektronisch und beinhaltete sogar schon ein MIDI-Interface, welches leider einige Macken aufwies. Es gab sechs Klänge, die man einstellen konnte: Violin, Piano, Harpsichord, Flute, Oboe und Trumpet. Dabei war es jedoch völlig egal, welche Einstellung man nutzte, da jedes “Instrument” gleich klang. Die einzigen Unterschiede lagen darin, daß die Höhen- und Bassfilter sowie auch die mögliche Tonlänge verändert wurden. Außerdem gab es acht verschiedene Rythmen. Dabei fällt mir immer dieser Sketch ein, der wie ich glaube von Hape Kerkeling stammte, in dem eine Frau in ein Musikgeschäft kommt, um einen Drumcomputer für ihren Mann zu kaufen, und schließlich alle “verschiedenen” Rythmen gleich klingen.

Aber ich möchte das Equipment, das ich damals hatte nicht schlecht machen. Im Gegenteil! Ich habe sehr an diesen Dingen gehangen. Irgendwie hatte es etwas Besonderes, es war meins... Aus dieser Zeit stammen auch noch die meisten schriftlichen Aufzeichnungen. Leider kann ich nicht gut Noten lesen und schreiben. Also verwendete ich das Bontempi-System: Zahlen. Jeder Tonhöhe wurde eine bestimmte Zahl zugeordnet, jedoch konnte ich die Notenlänge so nicht notieren. Andererseits hätte ich sie auch nicht lesen bzw. umsetzen können, da ich aus Prinzip beim Spielen nicht mitzähle. Ich spiele lediglich nach Gehör und Gefühl. Das einfache Kinderlied “Alle meine Entchen” würde demnach so aufgeschrieben werden:

8 9 10 11 12 12 13 13 13 13 12 13 13 13 13 12 11 11 11 11 10 10 12 12 12 12 8

Im Jahr 1987/88 gründeten ein sehr guter Freund und ich unsere erste Kellerband. Er hatte gerade damit begonnen, Schlagzeugunterricht zu nehmen und ich versuchte mit voller Dröhnung über die eingebauten Keyboardlautsprecher mitzuhalten. Das dies vergeblich war, muß wohl nicht mehr hinzugefügt werden. Diesen Krach nahmen wir dann mit einem einfachen Kassettenrekorder auf Band auf. Traurigerweise sind die Aufnahmen im Laufe der Zeit verloren gegangen, so daß ich hier leider keine Samples zum Download bereit stellen kann (---wie schade!!!---).

Zu diesem Zeitpunkt jedoch kam ich noch nicht auf die Idee, ein Soloprojekt zu starten, da mir noch die Möglichkeit fehlte, meine Ideen mit Hilfe eines Sequenzers zu speichern und die Soundqualität ziemlich eingeschränkt war. Vielmehr hatte ich Interesse daran, eine Band zu gründen und gute, erdige Rockmusik zu spielen. Leider fanden sich nur noch nicht die richtigen Leute. Es fehlte lediglich nur noch an Gitarre, Bass und Sänger. Mit anderen Worten, die Kellerband kam erstmal nicht zustande.

Ich verspürte nun doch den Wunsch, mein Equipment etwas zu erweitern und fing an zu sparen. Davon kaufte ich einem Freund seinen alten Amiga 500 ab, den ich immer noch besitze, und stattete diesen mit einem MIDI-Interface aus. Leider war das Bontempi-Keyboard doch nicht in der Lage mit den nun gebotenen Möglichkeiten Schritt zu halten. Also war wieder sparen und arbeiten angesagt, bis ich mir Ende 1989 einen Yamaha SY55 leisten konnte. Mein erster Synthesizer. Nun konnte ich auch an ein Soloprojekt denken und suchte verzweifelt nach einem Namen. Es gibt nichts schlimmeres als sich einen Namen einfallen zu lassen!!!

Schließlich kamen wir im Sommer 1990 darauf, außer Fahrradfahren und (ab und zu) Fußballspielen doch einmal etwas anderes zu versuchen: Frisbee-Werfen!!! Wer hat’s gewußt??? Streber!

Dieses Spiel hat mir solchen Spaß gemacht und mich so begeistert, daß ich mein Soloprojekt danach bennen wollte. Das sollte jedoch nicht unbedingt auf den ersten Blick erkennbar sein und so begann ich, die Schreibweise so lange zu verändern, bis sie den heutigen Stand erreicht hatte. Die Zahl 2001 ist erst später dazu gekommen. Dafür gab es mehrere Gründe: zum Einen hat mir der Film Odysee 2001 sehr gut gefallen und zum Anderen gehöre ich auch zu den kleinkarrierten Besserwissern, die behaupten, das neue Jahrtausend habe erst mit dem Jahr 2001 begonnen. So war ich denn auch Sylvester 2000/2001 beim vierten Bluesbreaker-Treffen dabei, das ebenfalls unter dem Motto: “Minneliumbreaker - A Blues Odysey” stand.

Aber die Story ist noch nicht ganz zu Ende, aber fast. Schließlich mußte für F.Ris.B(ee) noch ein weiterer Synthesizer her, so daß mir nun ein Amiga 500 mit vier, ein Yamaha SY55 mit 16 und ein Kurzweil K2000 mit 24 Stimmen zur Verfügung stand. Dennoch habe ich es regelmäßig geschafft, zu viele Stimmen gleichzeitig spielen zu wollen (je nach Preset sogar von Hand) und somit die Synthesizer in die Knie gezwungen habe. Dies ist vor allem bei älteren Aufnahmen noch sehr gut zu hören. Später habe ich ein wenig aufgepasst und habe kleinere Presets und nicht mehr so viele gleiche Akkorde verschiedener Instrumente übereinander gelegt.

Unter der Rubrik “Downloads” könnt Ihr eine Auswahl meiner Songs herunterladen.

Hört es Euch mal an und wenn Ihr wollt, könnt Ihr mir eine Antwort schicken. Viel Spaß noch!!!